news » Arab Run – Treffen der Sportwagen
In Dubai sprudelt das Geld nicht nur aus dem Boden, sondern auch durch die Benzinleitung . Die Sonnenstrahlen zeigen sich am Horizont. Das ist der Startsignal: rund 60 Supersportwagen verlassen die vertraute Garage und ziehen in einer Kolonne nach Norden. Im Land des schwarzen Goldes wird stolz präsentiert, was jenseits von Gut und Böse und jenseits der 300 PS im Straßenverkehr bewegt werden kann. Im alten Europa fristen die die Sportwagen der Superlative dagegen meist ein kümmerliches Dasein, von dicken Mauern umschlossen verstauben sie in privaten Fahrzeug-Sammlungen. So schnell wie ein Mercedes Benz SLR McLaren den Weg in die arabische Welt findet, so schnell wird er hierzulande weggesperrt – nie sieht er einen Tropfen Regen, geschweige denn dreckigen Asphalt.
Beim Sportwagen-Show-Off in Dubai, dem Arab Run, treffen sich Scheichs und die, die es sich leisten können, Neben den 1001 PS des Bugatti Veyron sieht ein Ferarri F50 mit seinen 520 PS fast schon schwächlich aus. Allerdings punktet der F50 beim Preis: Hier stehen 380.000 Euro gegen 1,3 Millionen Euro; aus der Portokasse zu zahlen. Hier muss keiner einen Sportwagen mieten, viele haben sowieso mehrere Duzend davon in der eigenen Garage stehen. Dort werden Autos gefahren und nicht gehortet. Die Tagestour des edlen Konvois startet inmitten der Arabischen Emirate, im bekannten Bab al Shams. Von hier aus geht die Ausfahrt in Richtung Dubai Autodrome, wo neben einem kleinen Snack auch ein paar Runden gedreht werden auf der modernen Rennstrecke, 5,39 Kilometer Wüstenkurs ohne Geschwindkeitsbeschränkung, absolviert werden. Zu sehen sind über 60 Supersportler, von A wie Arden bis Z wie Zagato, hier prangen ausschließlich die nobelsten Namen auf den Typenschildern am Heck. Doch so schön wie der Anblick aber auch ist: Oft bleibt den Zaungästen keine Zeit zu erkennen, was da gerade mit Kreischen oder Donnern an einem vorbei fliegt.
Nach der Höchstgeschwindigkeitshatz und einer neuen Bestzeit, die ist im kommenden Jahr zu knacken gilt, geht es weiter in Richtung Le Meridien al Aqah Fujairah, eine der nobelsten Hotelanlagen der Welt. Hier hält die elitäre Kolonne allerdings nur zum Dinner. Der Tag geht schneller als gedacht vorbei. Endgültiges Ziel ist schließlich der Peppermint Nightclub nördlich von Dubai. Die Pferdchen verlangen nach eine Pause und SuperPlus, die Lenker nach einem fürstlichen Abendessen bei Sonnenuntergang. Weit ab von all dem Luxus und den automobilen Sensationen müssen wir uns nicht ausgegrenzt fühlen, denn auch im Land von Sindbad und den Flaschengeistern gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen: 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen, 60 km/h Innernorts.