Megaprojekte » Palm Jumeirah

Immer mehr Touristen zog es in den letzten Jahren in das Emirat Dubai, so dass die Herrscher des Landes die Anzahl der Hotelbetten erhöhen musste. Da es sich bei den Besuchern in der Regel um gut betuchte Reisende handelt, wollte man ihnen auch den notwendigen Luxus und Komfort bieten. Um der Welt etwas Einzigartiges präsentieren zu können, begann man im Jahr 2001 mit der Aufschüttung einer künstlichen Insel direkt vor der Küste. Palm Jumeirah ist die erste von insgesamt fünf solcher Inseln. Bis zu 40.000 Arbeiter waren täglich damit beschäftigt, eine riesige Insel in der Form einer Palme zu errichten, die man sogar vom Weltraum aus erkennen kann. Innerhalb von sieben Jahren entstanden insgesamt 30 Hotels und 1.500 Luxus-Villen, die alle ihren eigenen Zugang zum Strand haben. Drei Tage nach dem Verkaufsstart, waren bereits alle Villen verkauft. Im November 2008 war das Großprojekt dann endlich vollendet und konnte mit einem riesigen Feuerwerk eingeweiht werden. Viele Prominente nahmen an dem Spektakel teil, welches sogar noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking in den Schatten stellte.


Wer Luxus pur sucht, der macht Urlaub im Atlantis

Das Hotel Atlantis ist das größte Hotel in Dubai und verfügt über 1.500 Zimmer von erstklassigem Komfort. Dem Luxushotel ist sowohl ein Delfinarium als auch ein Wassererlebnispark angeschlossen, die einzelnen Suiten werden nur durch Glaswände von Aquarien getrennt, was den Aufenthalt zu einem einmaligen Erlebnis macht. Das beeindruckende Gebäude sieht fast aus wie ein Schloss aus 1001 Nacht und kann durch einen Tunnel und über eine Schnellstraße vom Festland aus erreicht werden. Es wurde zentral an dem Punkt errichtet, von wo aus eine Sichel die Palme umgibt. 3.000 Menschen kümmern sich in diesem Hotel um das Wohl der Gäste, Sterne-Köche verwöhnen sie mit kulinarischen Gaumengenüssen. Die Hotelgäste können in insgesamt 17 Restaurants speisen und in mehr als 20 Geschäften einkaufen, natürlich gibt es auch eine Betreuung für Kinder, einen riesigen Fitnessbereich und einen eigenen Nachtclub.

Die Natur erschwert die Errichtung der künstlichen Insel

Bevor mit dem Bau von Palm Jumeirah begonnen werden konnte, mussten zahlreiche Untersuchungen vor Ort durchgeführt werden. Niemand wollte riskieren, dass das Projekt buchstäblich ins Wasser fällt. Deswegen waren zahlreiche Messungen und Berechnungen notwendig, um alle natürlichen Einflüsse vor der Küste Dubais berücksichtigen zu können. Um hohe Wellen abhalten zu können musste deswegen zuerst ein Schutzwall aus Felsbrocken errichtet werden, der eine Gesamtlänge von 11 Kilometern hat. Irgendwann tauchte dann das Problem einer zu geringen Wasserbewegung hinter dem Wall auf, so dass dieser an zwei Stellen durchbrochen werden musste. Im März 2004 waren die Aufschüttungen dann soweit abgeschlossen, dass mit dem Bau der Gebäude begonnen werden konnte.

Exklusivität heisst das Stichwort auf Palm Jumeirah

Palm Jumeirah ragt etwa fünf Kilometer ins Meer hinein, und auch die Breite der Insel beträgt etwa fünf Kilometer. Der Stamm der Palme hat eine Länge von zwei Kilometern und mündet dann in insgesamt 17 Palmwedel, auf denen die Luxusvillen gebaut wurden. Im Mai 2009 wurde die Monorail auf der Insel eingeweiht, so dass man sie nun auch mit der Bahn erkunden kann. Für umgerechnet knapp drei Euro kann man die fast 5,5 Kilometer lange Strecke abfahren, vier solcher Züge sind täglich zwischen 8 und 22 Uhr im Einsatz. Das höchste Gebäude auf der Insel ist mit 62 Stockwerken der Trump Tower, in welchem außer einem Luxushotel noch Penthouses und exklusive Appartements untergebracht sind.

Queen Elizabeth II als schwimmendes Luxushotel

Der ehemalige Luxusliner Queen Elizabeth II wurde zu einer weiteren Touristenattraktion umgebaut. Er dient als schwimmendes Hotel der Extraklasse mit Einkaufsmöglichkeiten und einem Museum. Auf Palm Jumeirah wurden in den letzten Jahren zahlreiche Villen, Appartements und Hotels errichtet. In erster Linie sollen Touristen angelockt werden, doch reiche Menschen können hier auch dauerhaft wohnen. Die Villen auf den Palmwedeln der Insel haben alle ihren eigenen Strand. Sie wurden in verschiedenen Stilrichtungen erbaut, so dass für jeden Geschmack etwas zu finden ist.

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